
Junkie Love spielt in Camden Town, London, der späten 1980er Jahre und ist eine Studie über Sucht und Verlust, eine nihilistische Liebesgeschichte für die „Leere Generation“. Sie konzentriert sich auf die Psychopathologie der Sucht und wirft einen Blick darauf, was passiert, wenn die Hoffnung verschwindet und der Hedonismus in Verzweiflung und Selbsthass umschlägt. Die Charaktere in dieser Geschichte sind ohne Wurzeln und ziellos, losgelöst von ihrer Vergangenheit und ohne Glauben an die Ziele und Bestrebungen einer materialistischen Gesellschaft. Statt sich Politik oder Religion zuzuwenden, begeben sie sich auf einen Kurs von selbstzerstörerischem Sex und manisch obsessivem Drogenmissbrauch, eine Reise bis zum Ende der Nacht, von der viele nicht zurückkehren.
Weitgehend autobiografisch, mit Ironie und bissigem Humor angereichert, folgt Junkie Love dem Protagonisten in das Herz dieses Morasts bis zu dem Punkt, an dem Verdorbenheit und Zügellosigkeit zu etwas verschmelzen, das sich der Transzendenz nähert.
Junkie Love wurde 2002 mit dem Firecracker Alternative Book of the Year Award ausgezeichnet.
Phil Shoenfelt wurde im Dezember 1952 in Bradford, England, geboren. Nachdem er Mitte der 1970er Jahre mit der Londoner Punkszene zusammenstieß, zog er nach New York, spielte in mehreren Bands (darunter Khmer Rouge) und war aktiv in der Kunstszene in Downtown Manhattan. Als er 1984 nach London zurückkehrte machte er weiter Musik, bis seine zunehmende Heroinsucht all diese Aktivitäten vorübergehend zum Erliegen brachte. Nach elf Jahren war er wieder clean, begann eine Solokarriere und zog 1995 nach Prag, wo er seitdem lebt. Bis heute hat er mehrere CDs seiner Musik auf verschiedenen Independent-Labels veröffentlicht: solo, mit seiner Band Southern Cross, und mit den in Berlin ansässigen Gruppen Fatal Shore und Dim Locator.
Junkie Love ist Shoenfelts zweites Buch. Sein erstes, The Green Hotel, eine Sammlung seiner Gedichte und Songtexte, erschien 1998.
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Format |
Paperback |
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Verlag |
Moloko Print |
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Release |
2023 |
