Rayner from Rave Up Records

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

 

Wenn Sie sich fragen, was Grindcore, Hardstyle, Postpop, Dub oder Lo-Fi sein sollen, dann sind Sie damit nicht alleine. Viele von uns haben längst schon den Überblick verloren, welche Musikrichtungen es heutzutage so gibt. Die Populärmusik hat sich dermaßen ausdifferenziert, das heißt, in unzählige Subgenres aufgespalten, und Musikfans nicht selten in hochspezialisierte Nerds verwandelt. Allein das Musiklexikon „all music guide“, heute als Datenbank „AllMusic“ agierend, listet über 170 Unterkategorien auf. Wer, bitte schön, soll dabei noch mit popmusikalischem Allgemeinwissen auf dem Laufenden sein?

 

Früher schien alles so einfach und übersichtlich, man hörte Rock, Pop, Jazz, Schlager oder Klassik. Heute hingegen muss sich der interessierte Musikhörer da schon viel genauer festlegen, um im Gespräch zu bleiben. Ob Old School-, Dub-, Psy-Trance, Shoeglaze oder zFunk, ständig tauchen neue Stilbezeichnungen auf, so dass einem ganz schwindelig werden kann. Erfunden werden diese Genres inzwischen weniger von eingeweihten Musikern oder ihrem Umfeld als von Marketingmenschen. Denn bekanntlich verkauft sich ein Produkt besser, wenn man es mit einem griffigen, besser noch exotisch klingenden Etikett versieht. Und das ist in Zeiten der Allmacht digitaler Netzwerke aufmerksamkeitsökonomisch das letztlich Entscheidende. Das Bezeichnende triumphiert längst über das Bezeichnete, könnte man, fatalistisch gestimmt, festhalten.

 

Wir beobachten und begleiten nun mittlerweile gut drei Jahrzehnte diese nicht nur in den Musikgenres sich zeigende Entwicklung hin zu noch größerer Komplexität, auf welche eine Antwort die noch stärkere Individualisierung und Spezialisierung zu sein scheint. Nicht zufällig steht über unserem Geschäftseingang „Rave Up Records specialist independent shop for all styles“! Wir jedenfalls helfen gerne dabei, die große Unübersichtlichkeit zumindest ein wenig kleiner zu machen.

 

Auf Ihren/euren Besuch freut sich

das Rave Up-Team